Da boarische Jedermann

Vor der malerischen Kulisse der Pfarrkirche St. Martin in Saaldorf mitten im Rupertiwinkel erklingt ab Freitag, 29. Juli 2022, wieder laut und eindringlich klagend der Ruf: „Jedermann”!

Bühnenszene Jedermann 2016

Aufführungstage

Freilichtaufführung am Kirchplatz Saaldorf

FR 29. Juli | 20 Uhr
SA 30. Juli | 20 Uhr
SO 31. Juli | 20 Uhr
FR 05. August | 20 Uhr
SA 06. August | 20 Uhr
SO 07. August | 20 Uhr

Kartenvorverkauf ab 20. Juni 2022

Rathaus Saaldorf-Surheim
Kartenvorverkauf 08654 / 6307-29
Eintritt: 15 Euro VVK / 17 Euro Abendkasse

Bühnenvolk

Figuren

Jedermann
Gott der Herr
Tod
Teufel
Jedermanns Mutter
Jedermanns guter Gesell
Hausvogt
Koch und Knecht
Armer Knecht
Schuldknecht
Schuldknechts Weib
Buhlschaft
Dicker Vetter
Dünner Vetter
Mammon
Gute Werke
Glaube
Büttel
Büttel
Mönch
Engel
Engel
Spielleute
Spielleute
1. Fräulein
2. Fräulein
3. Fräulein
1. Gast
2. Gast

und Ihre Darsteller

Gert Thalmaier
Sepp Warislohner
Wolfgang Stowasser
Martin Pöllner
Lisi Niederstraßer
Alois Butzhammer
Bernhard Rehrl
Christian Wimmer
Franz Wimmer
Walter Bauregger
Geli Dinkler
Julia Ramstetter
Robert Eder
Simon Eder
David Thalmaier
Mona Danius
Tanja Weichold
Wolfgang Dobunda
Bernhard Helminger
Wolfgang Dobunda
Romy Bauernschmid
Antonia Huber
Saaldorfer Tanzlmusi
Christian Veiglhuber
Romy Bauernschmid
Antonia Huber
Andrea Stowasser
Sepp Standl
Stefan Langwieder

Das Stück

Die Volksbühne Saaldorf bringt die bayerische Version von Hugo Hofmannsthals berühmter Geschichte um das Spiel vom Sterben des reichen Mannes das vierte Mal auf die Bühne. Die mehr als zweistündige Aufführung auf dem Kirchenvorplatz lockte beim letzten Mal im Jahr 2016 an mehreren Spielterminen insgesamt 2500 Besucher in den kleinen Ort. Der besondere Charme der Saaldorfer Version liegt in der bayerischen Mundart und der besonderen Atmosphäre des Kirchenvorplatzes, die Geschichte an sich wird klassisch erzählt.
Die bairische Fassung Harald Dietl macht das Stück nach der Vorlage Hofmannsthals leichter verständlich als das mittelhochdeutsch gefärbte und in Reimen abgefasste Original. Außerdem verleiht es an vielen Stellen eine Ausdruckskraft, wie es nur die Mundart vermag.

Passend zur Dramaturgie der Geschichte Geschichte dämmert der Abend im Laufe der rund zweistündigen Aufführung mehr und mehr und geht schließlich in die Nacht über. Fledermäuse huschen vorüber und die Schauspieler treten im Schein der Lichtkegel umso deutlicher hervor. Der Tod tritt jäh in die Atmosphäre der heiteren, dekadenten und oberflächlichen Tischgesellschaft ein. Der dunkle Bote ist gekommen, um Jedermann mitzunehmen. Dem reichen Jedermann hilft kein Bitten und Flehen. Immerhin gewährt ihm der Tod noch eine letzte Frist von einer Stunde. In der versucht Jedermann einen Begleiter für seine letzte Reise zu finden. Und stellt fest, dass ihn alles und Jeder im Stich lässt, auf was er im Leben gesetzt hat.

Das Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal hat von seiner Aktualität nichts eingebüßt. Es wurde 1911 in Berlin uraufgeführt, seit 1920 wird es jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen aufgeführt. Die Volksbühne Saaldorf holt den Klassiker in der bairischen Fassung ins Dorf.